Kriegskinder und Kriegsenkel
Gesprächskreis im Mehrgenerationenhaus


ab Mittwoch, 2.5.2018, 18 Uhr; Infos: 06081/9589930

Erlebnisse, Erfahrungen, auch Traumata der Kriegsjahre wirken fort…. Bei denen, die damals Kinder waren, bei denen, die in den Jahren nach 1945 geboren wurden… und bei ihren Kindern, den Kriegsenkeln. Jede Generation hat ihre Spezifika, wurde geprägt durch das, was ihnen ihre Eltern mitgegeben und vorgelebt hat - durch den Zeitgeist der Kriegsjahre und der Jahrzehnte des Wiederaufbaus. 1968 und seine Bedeutung ist nicht ohne den zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus zu verstehen. Noch heute wirken die Kriegserlebnisse und die Folgen von Flucht und Vertreibung nach: Sie wirken sich aus auf die aktuelle Flüchtlingspolitik, aber auch auf die Haltung und den Umgang jedes Einzelnen mit den vor Krieg und Gewalt geflüchteten Menschen, die unlängst nach Europa und Deutschland gekommen sind.

Die Beschäftigung mit der schwierigen deutschen Vergangenheit und ihren Auswirkungen auf die Kriegskinder und Kriegsenkel ist erst seit Anfang des Milleniums möglich: Heute stößt dieses Thema zunehmend auf Interesse und Offenheit, Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der eigenen (Familien-) Geschichte.

Im Herbst 2016 und 2017 wurde diese Thematik in einer Vortragsreihe und einem Gesprächsabend aufgegriffen, veranstaltet von der evangelischen Kirchengemeinde Wehrheim in Kooperation mit der Psychosozialen Beratungsstelle des Diakonischen Werks. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen machten deutlich: Es gibt ein Bedürfnis danach, weiter gemeinsam nachzudenken und sich auszutauschen, die eigene Geschichte und die unserer Gesellschaft besser zu verstehen. Einen Raum dafür möchte der Gesprächskreis „Kriegskinder-Kriegsenkel“ unter Leitung von Anja Mahne und Silke Stager eröffnen: Seien Sie herzlich eingeladen zum Eröffnungsabend, in dem wir uns gemeinsam über mögliche Inhalte und das weitere Vorgehen verständigen werden. Denkbar wären z.B. Diskussionen auf der Grundlage gemeinsamer Lektüre, Filmabende, Biographiearbeit.

Parkplätze sind ausgewiesen am Anfang der Straße Am Heselsweg.