Fachdienst „Aufsuchende Seniorenarbeit“ - Vorstellung im Mehrgenerationenhaus

Die Arbeit mit Senioren nimmt einen immer höheren Stellenwert ein. Im letzten Jahr haben sich der Hochtaunuskreis, verantwortlich für die Finanzierung und das Diakonische Werk als Träger, entschlossen neben NOVAS-mobil, das seit 2014 besteht, den Fachdienst „Aufsuchende Seniorenarbeit“ zu installieren.

Fachdienst Senioren
Freuen sich über den Fachdienst für Senioren, de seinen Sitz im Mehrgenerationenhaus hat: Stefanie Limberg, Gabriele Ohl, Bürgermeister Gregor Sommer, Katrin Hechler, Sonja Brüser, Simona-Maria Hoffmann-Sut und Gintare Bertasius


Seit Oktober 2016 gibt es den Fachdienst und er hat seinen Sitz im Mehrgenerationenhaus. Nun wurde er einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. So waren Vertreter der Nachbarschaftshilfen aus Neu-Anspach und Wehrheim, von Besuchsdiensten, vom Diakonieverein und Seniorenbeirat Weilrod sowie Jens Laubner vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Hochtaunuskreises zu Gast. Zur Begrüßung sagte die Leiterin des Diakonischen Werkes Stefanie Limberg, dass dies die letzte Veranstaltung in den Räumen in der Wiesenau 28 sei und es für beide, also den Fachdienst als auch das Mehrgenerationenhaus ein Aufbruch in neue Zeiten sei.

„Das Mehrgenerationenhaus lebt die Generationen übergreifende Hilfe und wir haben eine enge Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen. Der Fachdienst wurde installiert, da im Rahmen von NOVAS-mobil erkannt wurde, dass einige Senioren im Hochtaunuskreis einen höheren Hilfebedarf haben, der nicht durch die reine Vermittlungsarbeit gelöst werden kann. Simona-Maria Hoffmann-Sut ist hier die Anlaufstelle. NOVAS-mobil steht für Netzwerk, offenes Ohr, Vermittler, Ansprechpartner für Senioren und mobil für Hausbesuche und Beratung vor Ort. Hier ist Sonja Brüser die Ansprechpartnerin. Die beiden Frauen arbeiten eng zusammen für die Senioren. Im Rahmen der Arbeit des Fachdienstes werden Probleme direkt mit den Menschen vor Ort in Angriff genommen und bedarfsgerechte Lösungen erarbeitet. So wird unter anderem Hilfestellung bei Anträgen geleistet oder auch ein Umzug organisiert.

„Es gibt einige Senioren, die alleine und isoliert leben und mit den alltäglichen Anforderungen überfordert sind, was oft zur Verwahrlosung führen kann. Briefe werden nicht geöffnet, der Haushalt überfordert und die Senioren gehen nicht mehr raus“, so Gintare Bertasius von der Bereichsleitung Beratungsstelle und Gemeinwesenarbeit beim Diakonischen Werk. Katrin Hechler, Kreisbeigeordnete des Hochtaunuskreises, betonte in ihrer Ansprachen, dass es wichtig sei, dass es im Hochtaunuskreis ein gutes Netzwerk gebe da hier die Strukturen andere seien als in der Stadt. Der Satz „Ich brauche Hilfe“ falle manchem schwer“ und die Hilfe von der Diakonie sei eine andere Art als wenn man zum Amt gehen muss. Bürgermeister Gregor Sommer betonte, dass immer mehr Menschen das persönliche Gespräch suchen würden. „Wir leben in einer Ellenbogengesellschaft und der Egoismus nimmt zu und hier müssen wir gegensteuern“. Er sei stolz auf das Mehrgenerationenhaus und dankte wie auch Katrin Hechler zuvor den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Sein Appell: „Lassen sie sich nicht abbringen, von dem was sie leisten“. Das Hilfetelefon für Senioren, Angehörige und Nachbarn hat die Telefonnummer 06081 9589931.