Über Aktionen und Mitarbeiterinnen im Mehrgenerationenhaus

Endlich wieder gemeinsam Mittag essen, frühstücken, spielen, Leute treffen, pokern, sich der Literatur widmen oder die Börse im Blick behalten, malen, Sprachen lernen und die Zeit im Mehrgenerationenhaus genießen und auch mal auf einem Flohmarkt stöbern. Dies ist für viele Menschen nun seit einiger Zeit wieder regelmäßig möglich. Die Coronazeit war auch für das Mehrgenerationenhaus eine harte Zeit, denn viele Kontakte mussten reduziert werden. Die Mitarbeiter waren und sind bemüht, die Kontakte aufrecht zu erhalten und dort Hilfestellung zu leisten wo es nötig ist und wo Menschen es nicht schaffen persönlich zum Mehrgenerationenhaus zu kommen.


Die Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses Tarek Schwenke, Anette Mayer-Herget, Doris Landvoigt, Christine Stark und Simona Hofmann-Sut hoffen, dass auch weiterhin wieder Menschen regelmäßig die Angebote im Mehrgenerationenhaus wahrnehmen können.

Zu den vier hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um die Koordinatorin Doris Landvoigt, gibt es Ehrenamtliche, die sich um das Mittagessen und das Frühstück kümmern sowie die Deutschkurse für Geflüchtete in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wehrheim. Während sich Christine Stark um die Verwaltung kümmert, sind die beiden Sozialarbeiterinnen Simona Hofmann-Sut und Anette Mayer-Herget bei NOVAS-Mobil in der Beratung und Vermittlung von Angeboten und Hilfe für Senioren tätig. Tarek Schwenke ist im Bereich haushaltsnahe Dienstleistungen, bisweilen auch in der Notfallhilfe und der Unterstützung bei behördlichen Angelegenheiten aktiv.


Birgit Heimann hat beim Flohmarkt im Mehrgenerationenhaus am Stand von Rebecca Hofmann-Sut gestöbert.


Der Gesprächsbedarf der Senioren sei hoch insbesondere in der Corona Zeit, wie alle Mitarbeiter betonen. Es gebe sehr viele Anfragen von Angehörigen für Tagesstätten für Demenz und Parkinson und andere Pflege Bedürftige. „Außerdem fehlen gravierend Haushaltsnahe Dienstleistungen, die über die Pflegekasse abgerechnet werden können“, so Landvoigt. Sie würde gerne Alltagsunterstützer ausbilden. Als Ehrenamtliche würden sie eine Aufwandsentschädigung bekommen. Ein Schwerpunkt von Doris Landvoigt neben der Koordination des Mehrgenerationenhauses liegt im Bereich Gesundheitsprävention von Senioren im ländlichen Raum. Dazu zählt für sie auch gesundes Essen und hier im direkten Bezug das Mittagessens im Mehrgenerationenhaus. Aus Gesprächen heraus habe sich die Idee entwickelt bei der Zubereitung der Speisen auf Zutaten zu achten, die bei diversen Beschwerden unterstützend wirken können. So gab es im Oktober das Thema Gelenkbeschwerden. Hier findet Leinöl Verwendung und es wurden basische Gerichte wie Seelachsfilet mit Tomatenreis oder ein Brokkoli-Reis-Gratin serviert, wie der ehrenamtliche Koch Walter Siegl berichtete. Leider sind er und Heinz Krzyzaniak derzeit die einzigen beiden Köche, so dass nur einmal pro Woche gekocht werden kann.

Für Walter Siegl ist es ein willkommene Abwechslung in der Rente. Der ehemalige Koch und Küchenmeister und Teilnehmer und Gewinner von zwei Goldmedaillen bei Kocholympiaden würde sich über weitere Kolleginnen oder Kollegen freuen. Dazu sei die Ausbildung zum Koch oder Köchin keine Voraussetzung, allerdings eine Hygieneschulung. Derzeit kommen zwischen 15 und 21 Personen zum Mittagessen.