Seminar „Stressbewältigung in Krisenzeiten“ im Mehrgenerationenhaus per Webinar

Wer kennt das Wort Stress nicht. Es ist heute in fast jedermanns Munde. Die Ursachen dafür können vielfältig sein: z. B. Überforderung, Leistungs- und Termindruck, Schmerzen, Angst, Sorgen, Konflikte oder Krisen. Stress an sich hilft dem Menschen z. B. Gefahren zu erkennen oder in bestimmten Situationen besser handeln zu können. Wichtig dabei ist, diese Phase anschließend abzuschließen und sich wieder entspannen zu können.


Bild: Die Teilnehmer in der Konferenzschaltung

Permanenter Stress jedoch kann zu psychosomatischen oder psychischen Störungen, Schlafstörungen, Depressionen, Herz- Kreislauferkrankungen, hohem Blutdruck etc. führen. Nicht jeder Mensch erlebt Stressauslöser gleichermaßen. Auch reagiert jeder anders auf Stress. Wir können nur bedingt kontrollieren, mit was wir konfrontiert werden, aber wir können entscheiden und erlernen, wie wir Anforderungen bewerten und verarbeiten und mit Stress umgehen. Dies war das Thema des diesjährigen Seminars „Stressbewältigung in Krisenzeiten“ im Mehrgenerationenhaus.

Das Seminar war ein Dankeschön-Angebot für alle im Mehrgenerationenhaus und NOVASmobil Freiwillig Engagierten. Doch dann kam Corona. Das Mehrgenerationenhaus musste für viele Wochen geschlossen werden. Was nun? Wir planten um. Frau Anja Mahne, die Dozentin, war bereit dies Seminar als sogenanntes „webinar“ anzubieten. Das heißt, im Computer ruft man eine Internetseite auf, lädt ein Programm herunter und tippt dann die von Frau Mahne erhaltenen Zugangsdaten ein. Und tatsächlich, neun der Freiwillig Engagierte haben sich darauf eingelassen. Der Kampf mit der Technik wurde (gemeinsam) aufgenommen, es fanden drei Technikproben statt und am Freitag, 05.06.2020 ab 17:00 Uhr saßen sieben Freiwillig Engagierte, sowie Frau Mahne zu Hause vor ihrem Computer und zwei Teilnehmerinnen hier im Mehrgenerationenhaus.

Alle waren sehr aufgeregt und gespannt, wie es wohl werden würde und ob alles klappt. Das Seminar war für insgesamt sieben Stunden an drei Tagen angesetzt und es klappte gut und war für viele eine neue Erfahrung. Zwischendurch gab es immer wieder einmal kleine Pausen oder gemeinsame Bewegungsübungen und einige meldeten am Ende zurück, dass Frau Mahne es trotz Computer geschafft hat, sie „als Gruppe sehr schnell zusammen zu bringen und eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre zu schaffen“. Es war eine gewinnbringende (Lern-) Erfahrung – aber trotzdem freuen sich alle, dass wir uns nun inzwischen auch wieder vor Ort im Mehrgenerationenhaus Wehrheim treffen können.